Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.
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66. Jahrestag:  Nagasaki mahnt
BBU gegen Atomwaffen und für sofortigen Atomausstieg


(Bonn, 09.08.2011): Anlässlich des 66. Jahrestages des Atombombenabwurfs über der japanischen Stadt Nagasaki (9. August 1945) hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) zu weiteren Protesten gegen jegliche Nutzung der Atomenergie aufgerufen. Der BBU lehnt die Produktion, den Besitz und den Einsatz von Atomwaffen generell für jeden Staat ab und fordert weltweit die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen.

Die Forderung des BBU nach der sofortigen Stilllegung aller Atomanlagen gilt auch für Japan. Dort setzt seit der Atomkatastrophe in Fukushima (11. März 2011) ein Umdenkungsprozess ein und der Protest gegen die japanischen Atomanlagen wächst. Auch vor dem Hintergrund der ungelösten Atommüllentsorgung fordert der BBU den sofortigen Atomausstieg. „Gorleben ist das Symbol einer gescheiterten Energiepolitik, die auf Atomkraft gesetzt hat“, so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Global sind sogenannte zivile und militärische Atomanlagen zwei Seiten einer Medaille. Wer beispielsweise im Besitz einer Urananreicherungsanlage ist, verfügt damit über die grundlegende Technik, Uran für Atomkraftwerke, aber auch für Atomwaffen, anreichern zu können. Dies gilt für Urananreicherungsanlagen im Iran ebenso, wie in Deutschland (Gronau), in den USA, in Russland und anderswo. Zudem fällt bei der Urananreicherung sogenanntes abgereichertes Uran an, das bereits wiederholt in Kriegseinsätzen in Form von Uranmunition zum Einsatz kam und Verseuchungen verursachte. Informationen über die einzige deutsche Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau gibt es unter http://www.aku-gronau.de und telefonisch unter 02562-23125 (Arbeitskreis Umwelt Gronau). Ebenso wie die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen fordert der BBU auch die sofortige Vernichtung aller Atomwaffen - z. B. der Atomwaffen, die in Büchel (Eifel) und in Volkel (Niederlande) gelagert werden.

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Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung und für umweltfreundliche Enegiequellen. Zur Finanzierung seines Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, BLZ 37050198, Kontonummer: 19002666. Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter www.bbu-online.de; telefonisch unter 0228-214032.